➥ Ein Perlator® – oft auch Strahlregler, Luftsprudler, Mischdüse oder Wasserhahnsieb genannt – ist ein Bauteil, das am Auslauf des Hahns sitzt. Er mischt Luft in den Wasserstrahl und sorgt so für einen gleichmäßigen Wasserfluss sowie einen reduzierten Wasser- und Energieverbrauch.
➥ “Perlator®“ ist eigentlich der Markenname eines bekannten Herstellers (Neoperl), hat sich aber im Sprachgebrauch als allgemeine Bezeichnung etabliert.1
➥ Ein Strahlregler besteht typischerweise aus einem Gehäuse mit Gewinde (Innen- oder Außengewinde), einer Dichtung und einem Einsatz aus Kunststoff oder Metallgewebe.
➥ Moderne Strahlregler (nach DIN EN 246) sind so ausgelegt, dass sie einen konstanten Durchfluss gewährleisten – selbst bei schwankendem Wasserdruck. In der gängigen Durchflussklasse A beträgt der maximale Volumenstrom etwa 15 Liter pro Minute bei 3 bar Druck.2
Auch wenn das Trinkwasser auf den ersten Blick klar und der Wasserstrahl gleichmäßig erscheint, können sich im Wasserhahn und in der Mischdüse (Strahlregler) nach und nach Ablagerungen bilden. Eine regelmäßige Reinigung ist wichtig, um die Funktion Ihres Wasserhahns zu erhalten und die Trinkwasserhygiene zu sichern. Strahlregler sollten daher etwa alle zwei bis drei Monate gereinigt werden.3
Im Laufe der Nutzung setzen sich im Strahlregler verschiedene Ablagerungen aus dem Leitungssystem fest. Typische Verunreinigungen sind:
- Schmutzpartikel:
Vor allem in älteren Rohrleitungen können sich Rost und Ablagerungen lösen, die sich im feinen Sieb des Strahlreglers absetzen.
- Kalkablagerungen:
Besonders bei hoher Wasserhärte lagert sich mit der Zeit Kalk im Strahlregler ab. Diese Ablagerungen sind rau und bieten Bakterien ideale Bedingungen, um sich festzusetzen und zu vermehren.
- Biofilmbildung und Verkeimung:
Durch die ständige Feuchtigkeit im Strahlregler kann sich Biofilm auf dem Sieb entwickeln, ein dünner Belag aus Mikroorganismen. Dieser ist ein idealer Nährboden für Keime und kann die Trinkwasserqualität beeinträchtigen.4
- Der Wasserstrahl wird ungleichmäßig oder spritzt in verschiedene Richtungen.
- Der Durchfluss verringert sich deutlich – der Hahn setzt sich zu.
- Es steigt das Risiko einer mikrobiellen Belastung des Trinkwassers.
- Die Lebensdauer Ihrer Armaturen kann durch starke Verkalkung sinken.
Die Häufigkeit der Reinigung hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Wasserhärte:
In Gegenden mit hartem Wasser empfiehlt sich eine Entkalkung des Strahlreglers etwa alle zwei bis drei Monate, um Ablagerungen frühzeitig zu entfernen. - Alter der Leitungen:
Bei älteren Rohrsystemen sollten Strahlregler monatlich kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden, da sich Rostpartikel und andere Ablagerungen schneller absetzen können. - Hygienische Vorsorge:
Unabhängig von Wasserhärte und Leitungsalter sollte der Perlator® regelmäßig gereinigt werden, mindestens alle drei Monate sinnvoll, um die Ansiedlung von Keimen zu verhindern und die Trinkwasserhygiene dauerhaft zu sichern.
Über die Wasserhärte Ihres Trinkwassers erhalten Sie Auskunft bei Ihrem zuständigen Wasserwerk. Falls Sie einen weiteren Überblick über die eigene Wasserqualität erhalten möchten, können Sie auch einfach einen Wassertest durchführen.
Für die Reinigung eines verkalkten Perlators® oder Strahlreglers benötigen Sie keine teuren Spezialreiniger.
Mit einfachen Hausmitteln wie Essig, Essigessenz oder Zitronensäure können Sie den Wasserhahn entkalken und Ablagerungen ebenso effektiv und schonend lösen.
Essigessenz wird im Verhältnis 1:1 mit Wasser gemischt und eignet sich besonders gut, um selbst starke Verkalkungen am Strahlsieb oder an der Mischdüse zu entfernen.
Auch eine Lösung aus Zitronensäurepulver und Wasser ist eine wirkungsvolle Alternative – sie schont zudem Materialien wie Gummidichtungen. Bei Kunststoffteilen sollte die Zitronensäure nur verdünnt zu 5 - 10 % und mit kurzer Einwirkzeit (max. 10 Minuten) angewendet werden, um Materialschäden zu vermeiden.
Nach dem Einweichen lassen sich Kalkreste und Schmutz mühelos mit einer alten Zahnbürste abreiben. So wird die Armatur entkalken zum Kinderspiel – ganz ohne chemische Mittel.
Sie müssen kein Installateur sein, um einen verschmutzten Strahlregler oder eine verkalkte Armatur im Bad wieder in Schuss zu bringen. Folgen Sie einfach dieser Anleitung:
Benötigte Utensilien:
- Gummihandschuhe
- Küchenrolle
- Rohrzange und Klebeband oder ein Schlüssel für Strahlregler
- Essig oder Zitronensäure
- Alte Zahnbürste
- Messbecher
- Eventuell Trichter und Luftballon (für schwer zugängliche Wasserhähne)
So gehen Sie vor:
- Abfluss schließen, damit keine Kleinteile verloren gehen.
- Die Backen der Rohrzange mit Klebeband umwickeln, um Kratzer beim Armatur lösen zu vermeiden.
- Die Zange oder den Strahlregler-Schlüssel an der Überwurfmutter der Mischdüse ansetzen.
- Die Überwurfmutter im Uhrzeigersinn (von oben gesehen) abschrauben – also nach rechts drehen.
- Den Strahlregler zerlegen und die Dichtung vorsichtig beiseitelegen.
- Eine Lösung aus Essigessenz und Wasser (1:1) oder gemäß Anleitung angerührte Zitronensäure vorbereiten.
- Den Strahlregler (ohne Dichtung) in die Entkalkungslösung legen.
- Je nach Stärke der Ablagerungen mehrere Stunden einwirken lassen.
- Gummihandschuhe anziehen.
- Mit einer alten Zahnbürste den gelösten Kalk und Schmutz gründlich abbürsten.
- Den Strahlregler sorgfältig mit klarem Wasser abspülen.
- Den Strahlregler zusammensetzen und wieder gegen den Uhrzeigersinn an den Wasserhahn schrauben.
- Frisches und klares Wasser sprudelt wieder aus dem Wasserhahn!
In der Regel lässt sich der Strahlregler im Uhrzeigersinn (von oben betrachtet) abschrauben. Wenn sich die Überwurfmutter jedoch nicht lösen lässt, liegt die Ursache häufig in einer starken Verkalkung, die das Gewinde blockiert. Auf den Einsatz übermäßiger Kraft, etwa durch eine verlängerte Rohrzange, sollte verzichtet werden, um Beschädigungen beim Armatur demontieren zu vermeiden.
Einsatz eines Perlator®-Schlüssels:
Für viele Strahlregler sind spezielle Perlatoren®-Schlüssel erhältlich. Diese Werkzeuge sind exakt auf die Form der Überwurfmutter abgestimmt und ermöglichen ein sicheres und materialschonendes Lösen des Strahlreglers.
Entkalkung mit der Luftballon-Methode:
➥ Füllen Sie einen Luftballon mithilfe eines Trichters mit einer 1:1-Mischung aus Essigessenz und Wasser oder verwenden Sie einen geeigneten Entkalker.
➥ Befestigen Sie den Ballon so an der Armatur, dass der Strahlregler vollständig von der Lösung umgeben ist. Eine zusätzliche Stabilisierung des Ballons kann mithilfe eines Gefäßes erfolgen.
➥ Nach einer Einwirkzeit von etwa 12 Stunden sollte sich der Kalk gelöst haben, sodass der Strahlregler ohne großen Kraftaufwand entfernt werden kann.
➥ Hinweis: Die Dichtung des Strahlreglers kann durch den längeren Kontakt mit Essigessenz angegriffen werden. Ein Austausch der Dichtung nach dem Entkalken wird empfohlen.
1Vgl. HaustechnikDialog: „Durchflussklasse“, (zuletzt gesehen am 28.04.2025).
2Vgl. Neoperl: „Produktinformation Perlator® LongLife“, (zuletzt gesehen am 28.04.2025).
3Vgl. Gesundheitsamt Bremen: „Trinkwasserhygiene im Haushalt“, (zuletzt gesehen am 28.04.2025).
4Vgl. HaustechnikDialog: „Strahlregler / Luftsprudler / Mischdüse“, (zuletzt gesehen am 28.04.2025).
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