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Wasserspender im Büro: Darauf sollten Sie achten

wasserspender buero

Trinken ist gesund – vor allem im Sommer, wenn die Hitze in nicht klimatisierten Räumen unerträglich wird. Daher sind Wassersprudler beliebt. Mittlerweile sind die willkommenen Durstlöscher nicht nur in zahlreichen Kaufhäusern, Hotels und Arztpraxen zu finden – auch werden die Wasserspender im Büro aufgestellt, um Angestellten einen gewissen „Luxus“ zu bieten. Trinkwasserspender kommen gut an – nicht nur bei Arbeitnehmern, sondern auch bei vielen Patienten und Kunden, die sich zwischendurch erfrischen wollen.

Ob bei den Wasserspendern auf die Hygiene geachtet wird – darüber denken die meisten Nutzer gar nicht nach. Bundesweite Untersuchungen haben ergeben, dass 291 von 799 Geräten mit Keimen belastet waren. Das ist eine Menge, wenn man bedenkt, dass viele Keime ein Gesundheitsrisiko sind.

Lesen Sie selbst, worauf Sie bei Wasserspendern im Büro oder in anderen Einrichtungen achten müssen.


  Was ist ein Trinkwasserspender?

Ein Wasserspender ist ein spezieller Service in Büros, Arztpraxen und öffentlichen Gebäuden, um Patienten und Kunden mithilfe von bereitgestellten Trinkbechern (kostenlos) an einem speziellen Gerät warmes, kaltes oder mit Kohlensäure versetztes Trinkwasser anzubieten.


Welche Wasserspender gibt es?

Wasserspender im Büro oder in der Praxis: Grundsätzlich gibt es Spender

 mit Wasseranschluss

ohne Wasseranschluss

Wassersprudler mit Wasseranschluss werden an die Trinkwasserleitung angeschlossen. Das Wasser können Sie meistens mittels Knopfdruck entnehmen.

Der sogenannte Watercooler kommt hingegen ohne Wasserleitung aus. Hier handelt es sich in der Regel um einen großen Kunststoffbehälter, der mit Trinkwasser gefüllt und mit einem Zapfhahn ausgestattet ist.


Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Für Verbraucher sind die mit Wasser gefüllten Spender grundsätzlich von Vorteil – ganz gleich, ob der Wasserspender im Büro, Supermarkt oder Friseursalon steht. Während einige Firmen Wasserspender kaufen, um ihren Angestellten kostenfreies Wasser zur Verfügung zu stellen, wollen andere einen Wasserspender mieten, um ihn beispielsweise während der Sommermonate aufzustellen.

Fakt ist: Beide Varianten haben ihre Vorzüge, doch welche Vor- und Nachteile haben Wassersprudler eigentlich? Wir klären Sie auf.

Vor- und Nachteile von Spendern mit Wasseranschluss

Vorteile:

  • kostengünstige Variante, da das Wasser aus der Leitung relativ preiswert ist
  • Gerät ist immer nutzbar
  • Versorgung von vielen Menschen (ideal für Arztpraxen, große Büroräume und öffentliche Gebäude)
  • geringe Betriebskosten
  • verschiedene Auswahlmöglichkeiten (stilles, aromatisiertes, kaltes, warmes oder mit Kohlensäure versetztes Wasser)
  • einfache Nutzung

Nachteile:

  • komplizierte Erstinstallation aufgrund des Wasser- und Stromanschlusses
  • Standort kann schlecht gewechselt werden
  • höhere Stromkosten

 

Vor- und Nachteile von Spendern ohne Wasseranschluss

Vorteile:

  • einfacher Aufbau und hohe Flexibilität
  • transportabel und überall nutzbar
  • unkomplizierte Wasserversorgung

Nachteile:

  • hohe Betriebskosten durch Austausch der Gallonen
  • Wasser steht somit nicht durchgehend zur Verfügung
  • Austausch muss von Hand erfolgen
  • Auswahl ist auf eine Wassersorte begrenzt

Wasserspender und Hygiene: Was Sie als Verbraucher tun können

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Regelmäßig frisches Trinkwasser am Arbeitsplatz zur Verfügung zu haben, ist grundsätzlich eine tolle Sache – wenn die Hygiene stimmt. Das Wasser ist nämlich nicht immer einwandfrei.

Untersuchungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) haben ergeben, dass die Wasserspender Hygiene ungenügend ist. 36 Prozent der Proben waren mit Keimen belastet. Enthalten waren coliforme Keime und Fäkalstreptokokken, die Durchfallerkrankungen, Fieber und Erbrechen verursachen können. Für ältere oder immunschwache Menschen können diese Krankheitserreger zu einem Gesundheitsrisiko werden.

Natürlich stellt sich die Frage, wie es zu solchen Verunreinigungen kommen kann. Hauptursache ist eine ungenügende Wasserspender Hygiene. Die Geräte müssen nämlich regelmäßig gereinigt werden. Schließlich sind die Ablagerungen, die durch abgestandenes Wasser und Kalk entstehen können, ein wahrer Nährboden für Keime.
Auch können höhere Temperaturen für die Keimbelastung verantwortlich sein. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn das Gerät im Sommer in nicht klimatisierten Räumen steht.

Für Anlagen und mit Wasser gefüllte Behälter gibt es Richtlinien, die von den Betreibern, Herstellern und Anbietern eingehalten werden müssen. Nachfolgend geben wir Ihnen ein paar wertvolle Tipps an die Hand, was Sie als Verbraucher tun können und worauf Sie achten sollten, um sich vor Keimen im Trinkwasser zu schützen.

6 wertvolle Tipps für eine gute Hygiene im Trinkwasserspender

Die Geräte sollten möglichst kühl und schattig stehen.

Spender und Umgebung sollten (optisch) sauber sein.

Watercooler sollten spätestens alle 2 Wochen gewechselt werden – fragen Sie im Zweifelsfall nach!

Geräte müssen viermal jährlich gewartet werden. Eine Prüfplakette gibt darüber Aufschluss.

Den Wasserauslass möglichst nicht mit den Händen berühren, um eine Keimbelastung zu vermeiden.

Ein kurzes Ablassen des Wassers vor der eigentlichen Benutzung kann die Keimbelastung reduzieren.

  Unser Tipp:

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das Wasser frisch ist oder nicht, fragen Sie einfach den Anbieter oder Betreiber. Andernfalls greifen Sie in öffentlichen Einrichtungen lieber auf Wasser aus der Flasche zurück.


  Fazit

Mit Wasser gefüllte Spender können gerade in der heißen Jahreszeit der perfekte Durstlöscher sein. Problematisch wird es dann, wenn das Wasser nicht frisch und mit Keimen belastet ist. Glücklicherweise können Sie selbst aktiv werden, um eine Ansteckung mit Keimen zu vermeiden.



Zum Weiterlesen:
Gesundheitsamt Bremen: Wasserspender in der Öffentlichkeit

Bundesinstitut für Risikobewertung: Hygienemängel bei Wasserspendern
Bundesinstitut für Risikobewertung: Hygienischer Betrieb von freistehenden Wasserspendern

 

 

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