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Legionellen Wasserhahn: So schützen Sie sich vor Legionellen am Wasserhahn

Warmwasser und Legionellen: Eine gefährliche Kombination

Wenn über Legionellen diskutiert wird, fällt der Blick meist auf große Warmwasserspeicher oder zentrale Heizungsanlagen. Doch das eigentliche Infektionsrisiko lauert oft auf den „letzten Metern“: am Wasserhahn und im Duschkopf. Da die Infektion primär durch das Einatmen feinster Wassertröpfchen (Aerosole) erfolgt, sind gerade diese Entnahmestellen kritisch, da hier das Wasser vernebelt wird.

Besonders kritisch also: Der Wasserhahn selbst und der Duschkopf sind oft die risikoreichsten Stellen im ganzen Leitungssystem. Das Risiko auf auffällige Werte ist hier fast 6 mal höher als an zentralen Messpunkten (Warmwasserspeicher).1

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Wie Legionellen in den Wasserhahn gelangen

Legionellen sind winzige Bakterien, die natürlicherweise im Süßwasser vorkommen. In kleinen Mengen sind sie überall – auch in Ihrer Hausinstallation. Problematisch wird es erst, wenn das Wasser steht und nicht regelmäßig durch die Leitungen fließt. Denn stehendes Wasser kühlt auf Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius ab – genau die richtige Temperatur für Legionellen, um sich rasant zu vermehren.

Stellen Sie sich vor: In den Leitungen könnten sich bereits jetzt unsichtbare Schleimschichten gebildet haben (Biofilme). Diese haften an den Innenwänden Ihrer Armaturen und bieten den Bakterien perfekte Lebensbedingungen. Besonders betroffen sind Gästezimmer, die lange nicht benutzt werden, oder Ihr eigener Wasserhahn nach dem Urlaub. Das Wasser belastet sich quasi selbst mit Keimen, wenn es zu lange in den Leitungen "Legionellen ausbrütet".

Neben Legionellen tummeln sich am Wasserhahn auch andere Keime wie Pseudomonas aeruginosa – ein Krankenhauskeim, der schwere Infektionen verursachen kann. Auch Stenotrophomonas maltophilia findet sich in den Sieben am Ende des Wasserhahns.

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Die unterschätzte Legionellen Gefahr beim Duschen

Beim Duschen oder am laufenden Wasserhahn entsteht feiner Wassernebel (Aerosole). Genau diese winzigen Tröpfchen sind das Problem: Sie schweben durch die Luft und wir atmen sie ein. Sind in diesem Nebel Legionellen enthalten, gelangen sie direkt in unsere Lunge. Dort können sie eine gefährliche Lungenentzündung auslösen, die Legionärskrankheit.

Der Strahlregler, also das kleine Sieb am Ende Ihres Wasserhahns, verstärkt dieses Risiko noch. Er mischt Luft unter den Wasserstrahl und erzeugt dadurch besonders viele einatembare Tröpfchen. In den feinen Maschen des Strahlreglers (umgangssprachlich auch "Peraltor" genannt) sammeln sich außerdem Ablagerungen, Kalk und Bakterien. Überraschend: Studien zeigen, dass nicht die Menge an Kalk entscheidend ist, sondern dass der Wasserhahn überhaupt ein Reservoir für Keime darstellt.

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Wasser richtig nutzen: So erkennen Sie das Risiko

Es gibt klare Warnzeichen, die Ihnen zeigen, ob Ihre Leitungen Legionellen beherbergen könnten:

Die Temperatur: Erreicht Ihr warmes Wasser an der Entnahmestelle nicht mindestens 55 bis 60 Grad Celsius, haben Legionellen ein einfacheres Spiel. Ist Ihr warmes Wasser also auffällig kühl, kann dies Grundlage für eine Kontamination sein.

Trübes Wasser: Kommt milchiges oder trübes Wasser aus Ihrem Hahn, ist das Risiko etwa viermal höher, dass die Legionellen-Grenzwerte überschritten sind.

Geruch: Ein muffiger Geruch deutet auf abgestandenem Wasser hin – ein idealer Nährboden für Bakterien.

Selten genutzt: Wurde ein Wasserhahn mehrere Tage nicht benutzt, etwa in der Badewanne im Gästezimmer, ist Vorsicht geboten.

Legionellen bekämpfen: Praktische Schutzmaßnahmen

Die gute Nachricht: Sie können selbst viel tun, um sich zu schützen. Hier die wichtigsten Maßnahmen:

Regelmäßig Spülen: Legionellen benötigen meist stagnierendes Wasser zur Vermehrung. Regelmäßiger Wasserdurchfluss unterbricht diesen Prozess. Lassen Sie deshalb an allen Wasserhähnen mindestens alle drei Tage Wasser laufen – sowohl kalt als auch warm. So vermeiden Sie Stagnation.

Nach dem Urlaub: Lassen Sie nach längerer Abwesenheit alle Hähne mehrere Minuten laufen. Verlassen Sie dabei den Raum, um den entstehenden Aerosol-Nebel nicht einzuatmen.

Heiß genug: Ihre Warmwasserleitung sollte dauerhaft über 55 Grad Celsius halten. Bei dieser Temperatur sterben Legionellen ab.

Regelmäßige Reinigung: Entkalken Sie Duschköpfe und Strahlregler am Wasserhahn regelmäßig. Bei starker Verschmutzung tauschen Sie sie aus.

Der richtige Legionellenfilter schützt zusätzlich

Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder in Risikoumgebungen kann ein Legionellenfilter sinnvoll sein. Dieser spezielle Wasserfilter wird direkt am Wasserhahn oder Duschkopf installiert und hält Bakterien zuverlässig zurück. Der Filter arbeitet mit so feinen Poren, dass Legionellen nicht hindurchpassen, sauberes Wasser aber problemlos fließen kann. Besonders in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei immungeschwächten Personen bietet ein solcher Sterilfilter wichtigen Schutz vor einer Infektion.

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Häufige Fragen zu Legionellen/Wasserhahn

Muss ich meinen verkalkten Wasserhahn sofort entkalken? Verkalkte Armaturen sind zwar unhygienisch, aber der Verkalkungsgrad allein bestimmt nicht die Keimzahl. Wichtiger ist, dass das Wasser regelmäßig fließt und die richtige Temperatur hat. Eine Entkalkung schadet aber nie und erleichtert die Reinigung. Dennoch können starke Ablagerungen theoretisch geschützte Nischen (Mikrokavitäten) bilden, in denen Legionellen vor dem Ausspülen oder sogar vor Desinfektionsmaßnahmen sicher sind. Eine regelmäßige Reinigung oder der Austausch verkalkter Armaturen wird daher aus allgemeiner hygienischer Sicht empfohlen, ist aber allein kein Schutz vor einer Kontamination, da Keime auch an völlig sauberen Strahlreglern/Strahlsieben haften können.

Ist Händewaschen gefährlich, wenn Legionellen im Wasser sind? Nein, in der Regel nicht. Die Gefahr geht vom Einatmen der Aerosole aus, nicht vom Hautkontakt. Auch Trinken ist normalerweise unbedenklich – es sei denn, Sie verschlucken sich und das Wasser gelangt in die Luftröhre.

Was ist die Legionärskrankheit eigentlich? Die Legionärskrankheit ist eine schwere Form der Lungenentzündung, die durch Legionellen ausgelöst wird. Sie äußert sich durch hohes Fieber, Husten und Atemnot. Unbehandelt kann sie lebensbedrohlich sein, mit Antibiotika lässt sie sich aber gut behandeln.

Ist das Risiko für Legionellen am eigentlichen Wasserhahn höher als an der zentralen Heizungsanlage? Ja, das Risiko ist in der Peripherie der Installation erheblich größer. Untersuchungen belegen, dass Legionellen signifikant häufiger an den peripheren Steigsträngen (Wasserhähnen) auftreten als direkt am Warmwasserbereiter. Das Risiko, am Wasserhahn eine auffällige Probe zu finden, ist statistisch gesehen mehr als sechsmal so hoch wie an zentralen Messpunkten. Dies liegt vor allem daran, dass das Wasser auf den „letzten Metern“ oft abkühlt und in den kritischen Bereich unter 50 °C sinkt, was die Vermehrung der Bakterien begünstig

Beeinflussen die Materialien von Wasserhähnen das Legionellenrisiko? Ja, die Materialwahl in der Trinkwasserinstallation – inklusive der Armaturen – beeinflusst die Vermehrung von Legionellen, wie etwa Unterschiede zwischen Kupfer- und Kunststoffrohren zeigen. Grundsätzlich sollten Materialien vermieden werden, die Bakterien beherbergen oder Nährstoffe für mikrobielles Wachstum bereitstellen.

Beeinflussen die Materialien von Wasserhähnen das Legionellenrisiko? Ja, die Materialwahl in der Trinkwasserinstallation – inklusive der Armaturen – beeinflusst die Vermehrung von Legionellen, wie etwa Unterschiede zwischen Kupfer- und Kunststoffrohren zeigen. Grundsätzlich sollten Materialien vermieden werden, die Bakterien beherbergen oder Nährstoffe für mikrobielles Wachstum bereitstellen.

Was bedarf Wasserhahn neben Legionellen und weiteren Keimen noch unsere Aufmerksamkeit? Was Nickel am Wasserhahn bedeutet: Nickel ist ein Schwermetall, das in vielen Metalllegierungen und als Unterlage für Chrombeschichtungen an Wasserhähnen verwendet wird. Es kann sich aus Armaturen und Leitungen lösen, wenn Wasser dort längere Zeit steht oder das Material qualitativ schlecht bzw. alt ist. Für Menschen mit Nickelallergie kann bereits geringfügig erhöhtes Nickel im Trinkwasser Hautreaktionen oder Magen‑Darm‑Beschwerden auslösen, während gesunde Erwachsene bei Einhaltung der Grenzwerte normalerweise kein erhöhtes Risiko haben.
Also:
- Vor jedem Trinken Stagnationswasser ablaufen lassen (bis das Wasser spürbar kühler wird). ​
- Möglichst "zertifizierte" Armaturen verwenden, die die Trinkwassergrenzwerte sicher einhalten.
- Warmwasser nicht direkt zum Trinken oder Kochen von Babynahrung nutzen, da höhere Temperaturen die Metallabgabe begünstigen können.

Wassertest Wissen

Referenzen zum Beitrag "Legionellen Wasserhahn":

1) Die Untersuchung ergab, dass das Risiko, eine auffällige Trinkwasserprobe zu erhalten, am Steigstrang mehr als 6-mal so hoch ist wie an den zentralen Messpunkten. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Wassertemperatur: Während am Vorlauf des Warmwasserbereiters im Mittel Temperaturen von 57,5 °C gemessen wurden, lag die Temperatur bei Entnahme an den Steigsträngen im Durchschnitt nur bei 47,5 °C, was das Wachstum von Legionellen begünstigt.

Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ( Löwe, Stefan Bernhard): Risikofaktoren in Trinkwasser-Installationen für das Vorkommen von Legionellen.

Inaugural-Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Humanmedizin, Universität Rostock (Antonenko, Ina Josephine Alice)Untersuchung zur mikrobiellen Belastung von Perlatoren bei unterschiedlichen Verkalkungsgraden an der Universitätsmedizin Rostock

Tap water as the source of a Legionnaires’ disease outbreak spread to several residential buildings and one hospital, Finland, 2020 to 2021. Veröffentlicht in: Eurosurveillance, Vol. 28, Issue 11 (Mentula, Silja et al.)

Health and Safety Executive (HSE) (2013): Legionnaires' disease: The control of legionella bacteria in water systems. Approved Code of Practice and guidance (L8). 4. Auflage, Großbritannien.

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