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Die Wasserhärte in Hamburg

Die Wasserhärte Hamburgs kann je nach Versorgungsgebiet relativ stark schwanken, da die Wasserversorgung der Hansestadt über verschiedenste Wasserwerke erfolgt. Was bedeutet der Begriff „Wasserhärte“ überhaupt und welche Auswirkungen hat die Wasserhärte Hamburgs auf Ihren Alltag und den Mineralstoffgehalt des Trinkwassers? Welche Wasserhärte hat das Wasser einzelner Hamburger Wasserwerke? In unserem nachfolgenden Artikel haben wir für Sie viele interessante Fakten und Infos zu Hamburgs Wasserhärte leicht verständlich aufbereitet.

Was versteht man unter Wasserhärte?

Wasserhärte Hamburg

Welche Wasserhärte Wasser aufweist, wird maßgeblich durch den Gehalt an Calcium- und Magnesiumionen im Wasser bestimmt. Ionen sind elektrisch geladene Teilchen. Je mehr Calcium- und Magnesiumionen im Wasser enthalten sind, desto höher ist die Wasserhärte. Daher werden Magnesium und Calcium auch als sogenannte Härtebildner bezeichnet. In Deutschland wird die Wasserhärte meist in Grad deutscher Härte (°dH) gemessen.

Seit dem Jahr 2007 muss die Wasserhärte in Deutschland nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz in der Regel auf Basis einer dreistufigen Einteilung angegeben werden: weich, mittel und hart. Diese Einteilung basiert auf dem Gehalt von Calciumcarbonat je Liter.

So enthält weiches Wasser bis zu 1,5 mmol/l Calciumcarbonat pro Liter, mittelhartes Wasser darf bis zu 2,5 mmol/l des Härtebildners enthalten und sehr hartes Wasser enthält über 2,5 mmol/l. Calciumcarbonat setzt sich aus Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff zusammen und lässt so Rückschlüsse auf den Gehalt an härtebildenden Calcium-Ionen zu. Die Einheit mmol steht für Millimol. Ein Millimol entspricht einem Tausendstel Mol, wobei ein Mol 6,022 x 1023 Teilchen entspricht.


Vielfach wird die Wasserhärte zusätzlich zu der dreistufigen in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben:

  • weniger als 8,4 °dH = weiches Wasser
  • 8,4 bis 14°dH = mittelhartes Wasser
  • mehr als 14 °dH = hartes Wasser

Wie wirkt sich Hamburgs Wasserhärte im Alltag aus?

Beziehen Sie Ihr Wasser aus einem Hamburger Wasserwerk mit weichem Wasser, verkalken zum Beispiele Ihre Armaturen nicht so schnell wie bei der Belieferung mit mittelhartem Wasser. Weiterhin bildet sich unter anderem in Wasserkochern oder an den Heizstäben von Waschmaschinen bei der Verwendung von weicherem Wasser nicht so schnell Kesselstein. Kesselstein besteht aus sehr harten Belägen, welche überwiegend aus Calcium- und Magnesiumcarbonat entstehen. Ein dicker Belag an Kesselstein kann zum Beispiel den Heizstab Ihrer Waschmaschine zerstören. Weiterhin schädigt Kesselstein unter anderem Filter und Heizelemente von Espresso- und Kaffeemaschinen. Werden Wasserkocher nicht regelmäßig entkalkt, können kleine Brocken von Kesselstein in den Kaffee gelangen. Dies ist zwar nicht schädlich, mindert aber den Kaffeegenuss.

Hamburgs Trinkwasserhärte hat außerdem Einfluss auf den Verbrauch von Seife und Waschmittel. So müssen Sie bei härterem Hamburger Wasser Waschmittel höher dosieren als bei geringer Hamburger Trinkwasserhärte [1]. Duschgel, Haarwaschmittel und Seife schäumt bei weichem Wasser besser als bei hartem Wasser. Weiches Hamburger Wasser enthält dagegen meist weniger lebensnotwendige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium als Wasser mit höherer Wasserhärte. Weiterhin hat härteres Trinkwasser oft einen intensiveren Geschmack als weiches Trinkwasser.

Wasserhärtegrade in Hamburg

Die Wasserhärte in Hamburg unterscheidet sich stark in den einzelnen Versorgungsbereichen. Die Hamburg Wasserhärte liegt in den meisten Bereichen bei "mittel". Wir führen die Versorgungsbereiche auf, die von "mittel" abweichen und somit entweder die Wasserhärte "hart" oder "weich" aufweisen:

Bezirk Altona
Altona-Altstadt und Ottensen = weich
Bahrenfeld Nord-Ost und Lurup-Ost = mittel bis hart

Bezirk Eimsbüttel
Eimsbüttel, Hoheluft West und Lokstedt = mittel bis hart
Stellingen = hart

Bezirk Nord
Eppendorf und Hoheluft Ost = mittel bis hart

Bezirk Harburg
Altenwerder, Cranz, Eißendorf, Finkenwerder, Francop,Gut Moor, Harburg, Hausbruch, Heimfeld, Kleiner Grasbrook, Langenbek, Marmstorf, Moorburg, Neuenfelde, Neugraben-Fischbek, Neuland, Rönneburg, Sinstorf, Steinwerder, Veddel, Waltershof, Wilhelmsburg und Wilstorf = weich

Bezirk Wandsbek
Teile von Rahlstedt = weich

Außerhalb von Hamburg
Ahrensfelde, Braak, Brunsbek, Teile von Großhansdorf, Hoisdorf, Oetjendorf, Siek, Stapelfeld und Stellau = weich

Die Wasserhärte wird durch die Menge gelöster Calcium- und Magnesiumverbindungen bestimmt.
Es gilt die Regel: Je höher der Gehalt, desto härter das Wasser.

Die Aufnahme von Calcium und Magnesium über das Trinkwasser ist für den Menschen durchaus förderlich, kann jedoch zu Zerstörung bzw. Beeinträchtigungen bei Installationen und Geräten führen.

Worunter leidet die Qualität meines Wassers in Hamburg?

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Leitungswasser steht oft über mehrere Stunden unbewegt in den Leitungen. Hier kann es zu chemischen Reaktionen kommen, die das Wasser mit Schwermetallen belasten und zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen können.
Außerdem können Bakterien in die Leitungen gelangen, die bei Aufnahme durch den Menschen auch eine gesundheitliche Gefahrenquelle darstellen können.

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Trinkwasserhärte in Hamburg – wie hart ist das Wasser einzelner Wasserwerke?

Wie breites erwähnt, erfolgt Hamburgs Wasserversorgung über verschiedene Wasserwerke. Je nachdem mit welchen Erd- und Gesteinsschichten das Wasser in Kontakt kommt, kann Hamburgs Trinkwasserhärte sich teilweise erheblich unterscheiden. Im Durchschnitt versorgen Hamburgs Wasserwerke die Stadt mit mittelhartem Wasser [2]. Je nach Bezirk bzw. Stadtteil kann es aber größere Unterschiede bei der Hamburger Trinkwasserhärte geben.

So werden zum Beispiel Bahrenfeld Nord-Ost und Lurup-Ost mit mittelhartem bis hartem Wasser versorgt. Hartes Wasser strömt unter anderem aus den Wasserhähnen in Stellingen.

Weiches Hamburger Wasser erhalten Sie zum Beispiel in den Bereichen Altona-Altstadt, Ottensen und im Bezirk Harburg mit Stadtteilen wie Altenwerder, Sinstorf, Veddel und Wilhelmsburg.

 



Mehr InfosZum Weiterlesen:

[1] Umweltbundesamt, „Umweltbewusst waschen und reinigen“: http://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel/umweltbewusst-waschen-reinigen
[2] Hamburg Wasser, „Wasserhärte was ist das?“: https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/service/wasserqualitaet/wasserhaerte/

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