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Aluminium im Trinkwasser - was muss man wissen?

Aluminium im Trinkwasser stammt meist aus natürlichen Quellen wie Boden- oder Gesteinsschichten. Aluminium kommt in der Natur durch Verwitterung frei und lagert sich bspw. in Tonmineralien ab. Unter bestimmten Umständen können Aluminiumionen in das Grundwasser gelangen. Aluminiumionen sind sehr giftig für Pflanzen. Auch für den Menschen kann Aluminium gesundheitsschädigend wirken, es kann sich auch in Ihrem Trinkwasser Aluminium befinden. Es ist jedoch auch möglich, dass Aluminiumrohre oder Armaturen der Hausinstallation Aluminium an das Wasser abgeben. Welche Gesundheitsrisiken bestehen bei einer erhöhten Aluminiumaufnahme über das Trinkwasser? Wie lässt sich ein erhöhter Aluminiumgehalt im Wasser feststellen und was können Sie gegen erhöhte Aluminiumwerte im Leitungswasser unternehmen?


Aluminium im Trinkwasser

  Aluminium im Trinkwasser – die wichtigsten Fakten

Eine zu hohe Aufnahme von Aluminium über das Trinkwasser oder die Nahrung kann unter anderem Nervenschäden verursachen.

Laut Trinkwasserverordnung gilt für Aluminium ein Grenzwert von 0,2 mg/lt, der nicht überschritten werden darf, wenn das Wasser als Trinkwasser genutzt werden soll.

Erhöhte Aluminiumkonzentrationen im Wasser werden häufig durch die Hausinstallation verursacht.

Mit einem Wassertest können Sie die Aluminiumkonzentration in Ihrem Trinkwasser leicht bestimmen lassen.

Wichtig zu wissen: Die wöchentliche Aufnahme von Aluminium aus allen Quellen sollte 1 mg pro kg Körpergewicht nicht überschreiten!


   Was ist Aluminium?

Aluminium (Elementsymbol: „Al“) ist ein Leichtmetall mit silbrig glänzender Farbe. In der Erdkruste ist Aluminium nach Sauerstoff und Silicium das häufigste Element. Insgesamt bestehen ca. 8 % der Erdkruste aus Aluminium. Allerdings kommt Aluminium in der Natur in der Regel nicht als reines Metall, sondern in Aluminiumverbindungen wie Aluminiumsilicaten vor. Für die kommerzielle Aluminiumgewinnung wird das Aluminiumerz Bauxit verwendet. Aluminiumprodukte haben vielfältigste Einsatzgebiete. So wird das Leichtmetall zum Beispiel im Flugzeugbau, für Aluminiumfolie, Lebensmittelfarbstoffe oder in Kosmetika und Medikamenten verwendet.

  Aluminium als Schadstoff – welche Gesundheitsrisiken drohen?

Im Gegensatz zu anderen Metallen bzw. Spurenelementen wie Magnesium oder Zink ist Aluminium für den Menschen nicht lebensnotwendig. Eine erhöhte Aufnahme von Aluminium über das Trinkwasser oder die Nahrung wird dagegen mit verschiedensten Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht. Dazu zählen zum Beispiel Nervenschäden, Phosphatmangel sowie Allergien. In letzter Zeit wird ebenfalls verstärkt diskutiert, ob eine erhöhte Aluminiumaufnahme ebenso das Risiko für Alzheimer erhöhen könnte. Dieser Zusammenhang ist jedoch noch nicht abschließend geklärt. Vorsicht ist wegen der weiten Verbreitung der Erkrankung und deren weitreichender Folgen aber auf jeden Fall angebracht.
Zu den umstrittenen Folgen einer Aluminiumaufnahme gehört auch ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, welches insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung von aluminiumhaltigen Antitranspirantien („Deos“) genannt wird. Aus diesem Grund werden im Handel zunehmend aluminiumfreie Deos angeboten. Im Durchschnitt nimmt ein 60 kg schwerer Erwachsener ca. 1,6 bis 13 mg Aluminium pro Tag über die Nahrung auf [1] Laut einer Empfehlung der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollte die wöchentliche Aufnahme von Aluminium 1 mg pro kg Körpergewicht nicht übersteigen [2].

Der größte Teil des über das Trinkwasser oder die Nahrung aufgenommen Aluminiums wird vom menschlichen Körper wieder ausgeschieden. Problematisch ist hingegen der geringe, absorbierte (aufgenommene) Anteil, da dieser für lange Zeit im Körper verbleibt und sich so teilweise anreichern kann. Besonders viel Aluminium kann sich in Ihrem Körper anreichern, wenn Sie unter Nierenfunktionsstörungen leiden. Einem erhöhten Risiko durch Aluminium sind ebenso kleine Kinder und Schwangere (>>> Leitungswasser für Schwangere) ausgesetzt.



  Welcher Grenzwert gilt laut Trinkwasserverordnung für Aluminium im Trinkwasser?

Laut Trinkwasserverordnung gilt für Aluminium ein Grenzwert von 0,2 mg/l.3 Daraus folgt, dass Sie zum Beispiel bei einer täglichen Trinkmenge von 2 Liter Leitungswasser und voller Ausschöpfung des Grenzwertes täglich 0,4 mg und wöchentlich 2,8 mg Aluminium über das Leitungswasser aufnehmen würden. Bei Einhaltung des Grenzwertes ist die Aluminiumaufnahme über das Trinkwasser also relativ unbedeutend. Allerdings wird die Einhaltung des Grenzwertes von den Wasserwerken nur bis zu Ihrem Hausanschluss garantiert.

  Wie kann es zu erhöhten Aluminiumkonzentrationen im Leitungswasser kommen?

Geringe Konzentrationen von Aluminium im Leitungswasser sind meist natürlichen Ursprungs. So gelangen Aluminiumverbindungen unter anderem durch Auswaschung aus aluminiumhaltigen Mineralien wie Glimmer, Feldspat oder Bauxit in Grund- und Oberflächengewässer. Aluminium kann aber ebenso durch verschiedenste industrielle Prozesse wie die Papierherstellung in die Umwelt gelangen. Außerdem wird Aluminium teilweise zur Reduzierung des Phosphatgehalts von Wasser eingesetzt. Erhöhte Konzentrationen von Aluminium in Ihrem Trinkwasser werden jedoch meist durch Aluminiumrohre oder aluminiumhaltige Bauteile in Armaturen oder Boilern verursacht. Die Löslichkeit von Aluminium nimmt bei sehr saurem Wasser mit einem pH-Wert von unter 4,5 stark zu. Dies gilt ebenso für stark alkalisches Wasser mit hohen pH-Werten.

  Wassertest auf Aluminium – eine sinnvolle Investition

Mit unserem kostengünstigen Wassertest auf Aluminium erhalten Sie schnell Klarheit, ob Ihr Wasser zu viel Aluminium enthält. Besonders wichtig ist ein solcher Wassertest auch für Betreiber privater Brunnen, da diese im Gegensatz zur zentralen Wasserversorgung keinen engmaschigen Kontrollen unterliegen.

Lassen Sie Ihr Trinkwasser auf Aluminium analysieren. Unsere Wasseranalysen ermitteln, ob Ihr Wasser mit einem erhöhten Wert an Aluminium und anderen Verunreinigungen belastet ist.



 

Wassertest Tipp  Wie lässt sich der Aluminiumgehalt im Wasser senken?

Der Gehalt von Aluminium im Wasser lässt sich mit verschiedenen Filtertechniken wie Umkehrosmose oder dem KDF-Verfahren (Kinetic Degradation Fluxion) senken. Eingeschränkt ist dies auch mit einigen Aktivkohlefiltern möglich. Achten Sie jedoch beim Kauf eines Wasserfilters darauf, dass dieser ausdrücklich für die Abscheidung von Aluminium geeignet ist. Grundsätzlich ist es jedoch empfehlenswerter, die Quelle für erhöhte Aluminiumwerte zu beseitigen. Dies kann zum Beispiel durch den Austausch von aluminiumhaltigen Installationskomponenten erreicht werden.


Referenzen:

[1] Umweltbundesamt „Aluminium im Alltag...“: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/umid_01_2015_web.pdf
[2] Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit „Efsa-Beratung zur Sicherheit von Aluminium in Lebensmitteln“: https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/080715
[3] Trinkwasserverordnung „Teil I, allgemeine Indikatorparameter“: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/TrinkwV_2001.pdf

 

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