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Uran im Mineralwasser

Wenn man an Uran denkt, kommen einem sofort Gedanken wie die Katastrophe in Tschernobyl oder Fukushima in den Sinn. Dass Uran aber ein natürliches Element in der Erdkruste ist, das wir jeden Tag natürlicherweise über unser Trinkwasser aufnehmen, ist für viele Menschen unbekannt.

Doch wie steht es um die Belastung von Mineralwasser durch Uran?


Wie gelangt Uran ins Trinkwasser?

Uran kommt auf natürliche Weise in den verschiedenen Gesteinsschichten vor, denn es ist Bestandteil von über 200 gesteinsbildenden Mineralien. Hierzu zählen zum Beispiel Pechblende, Glimmer oder Granit. Besonders in Gebieten mit hohem natürlichem Uranvorkommen ist der Urangehalt im Trinkwasser erhöht. Dies liegt daran, dass durch Regenfälle Erosion entsteht. Das bedeutet, dass das Wasser die Mineralien aus den Gesteinsschichten wäscht und diese so ins Grundwasser gelangen.

Neben dem natürlichen Uranvorkommen ist die Landwirtschaft ein wichtiger Eintragsweg für Uran ins Wasser. Laut Umweltbundesamt werden allein in Deutschland jährlich rund 167 Tonnen Uran in Form von mineralischen Phosphatdüngern auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht.

Durch den Einsatz uranbelasteter Mineraldünger erhöht sich somit auch die Belastung der Böden und des Grundwassers mit Uran.


Wieso kann Mineralwasser mit Uran belastet sein?

Uran wird immer wieder in verschiedenen Mineralwassern nachgewiesen. Begründen läßt sich dieser Befund damit, dass Mineralwasser aus Quellen entstammen kann, die von Natur aus hohe Uranwerte beinhalten. Uran ist in Wasser löslich und wird durch das Wasser aus der Quelle einfach mit rausgespült. Eine Filterung des Urans findet in den meisten Fällen nicht statt. Daher ist insbesondere das Mineralwasser mit Uran belastet, welches aus Gebieten stammt, wo der Boden verstärkt mit Uran angereichert ist.

Laut Bundesumweltamt sollte das Mineralwasser nicht mehr als 10 Mikrogramm Uran pro Liter aufweisen. Sollten Säuglinge und Kleinkinder das Mineralwasser konsumieren, so sollten 2 Mikrogramm pro Liter Mineralwasser nicht übersteigen.

 uran leitungswasser

Gibt es Grenzwerte für Uran im Trinkwasser?

Da Uran radioaktiv ist besteht stets ein potenzielles Gesundheitsrisiko. Daher legt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) seit dem 1.11.2011 einen Grenzwert für Uran im Trinkwasser von 0,01 mg pro Liter fest.

Für Mineralwässer gibt es immer noch keinen festgelegten Grenzwert für Uran. Lediglich Mineralwässer, die zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet sind, müssen sich unter dem Wert von 0,002 mg Uran pro Liter im Wasser bewegen. In anderen EU-Ländern gibt immer noch keine Grenzwerte, obwohl der dauerhafte Konsum von uranbelastetem Trinkwasser schwere Nierenschäden verursachen kann.

  Tipp: Achten Sie beim Kauf von Flaschenwasser darauf, ob darauf vermerkt ist, dass das Wasser für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist.


Was macht Uran im Körper?

Uran wirkt im Körper auf 2 Wegen toxisch:

  1. Als Schwermetall wirkt Uran ähnlich wie Quecksilber, Kupfer oder Nickel chemotoxisch.
  2. Als Radionukleotid setzt es ionisierende Strahlung frei.


Die Aufnahme über belastetes Trinkwasser spielt neben der Aufnahme durch die Atemluft oder über offene Wunden die höchste Kontaminationsgefahr dar. Bei einer Aufnahme von mit Uran kontaminierten Lebensmitteln und/oder Trinkwasser kommt es zur Resorption von Uran über die Darmwand. Abschätzungen gehen von Resorptionsraten beim Menschen von etwa 0,15 bis zu 6% des aufgenommenen Urans aus. Für die Resorption von Uran bei Kindern liegen bisher keine Untersuchungen vor.

Symptome und Beschwerden die durch eine erhöhte Uranaufnahme auftreten können:

  • Müdigkeit
  • Depressivität
  • Organschäden: Nieren, Knochenmark, Leber und Nervensystem

Außerdem ist Uran in hohen Konzentrationen vor allem für Schwangere und Säuglinge gefährlich.

  Gut zu wissen: Uran im Trinkwasser

Uran wurde erstmals 1789 vom deutschen Chemieprofessor Martin Klaproth entdeckt. Im gesamten 19. Jahrhundert wurde Uran vor allem zum Färben von Gläsern und Keramik eingesetzt. Die gesundheitlichen Risiken, die durch die Verwendung von Uranglas entstehen können, sind bis heute Streitpunkt der Wissenschaftler. Denn erst 1896 wurde entdeckt, dass Uran radioaktiv ist.

Uran ist ein weißliches, relativ schweres Metall. Im natürlichen Uran finden sich insgesamt 3 Isotope, alle davon sind radioaktiv und zerfallen vorwiegend unter Aussendung von Alphastrahlung. Diese Alphastrahlung kann sich gesundheitsschädigend auf den menschlichen Organismus auswirken.

 


Mehr Infos:

Umweltbundesamt: Uran in Wasser und Boden

Bundesamt für Strahlenschutz: Ionisierende Strahlung

Chemie.de: Uran

Anja Braun & Ralf Kölbel:Ungewöhnliche Uran-Funde im Urin von Patienten (SWR2 Wissen)

 

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