Wasserhärte Stuttgart
Stuttgarter Leitungswasser: Härte und Herkunft
Die Wasserversorgung in Stuttgart erfolgt vor allem mit Bodensee- und Landeswasser. Je nach Versorgungsgebiet gelten folgende Werte:
➥ Bodenseewasser: etwa 9 °dH
➥ Landeswasser: etwa 13 °dH
Beide Werte liegen im mittleren Härtebereich von 8,4 bis 14 °dH. Die mittlere Wasserhärte bedeutet, dass Calcium und Magnesium in relevanten Mengen enthalten sind. Diese Mineralstoffe sind gesundheitlich grundsätzlich unbedenklich. Im Haushalt können sie jedoch Kalkablagerungen an Armaturen, Heizstäben und Haushaltsgeräten begünstigen.
Eine Übersicht der örtlichen Werte finden Verbraucher beispielsweise im Wasserhärte-Verzeichnis des zuständigen Versorgers.
Stuttgarter Wasserqualität und Härtegrad im Überblick
Der Härtegrad richtet sich nach der Konzentration gelöster Calcium- und Magnesiumverbindungen. Je höher deren Gehalt ist, desto härter ist das Trinkwasser.
Calcium und Magnesium sind natürliche Bestandteile des Stuttgarter Trinkwassers. Bei höheren Konzentrationen können sich allerdings Kalkablagerungen in Installationen und Geräten bilden.
➀ weich: weniger als 8,4°dH (entspricht weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter)
➁ mittel: 8,4°dH bis 14°dH (entspricht 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter)
➂ hart: mehr als 14°dH (entspricht mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter)
Härtebereich weich:
✓ gut zum Gießen von Pflanzen
✓ geeignet zum Waschen und für alle Anwendungen, wenn Wasser erhitzt wird
✕ schlecht beim Entfernen von Seife (bspw. Händewaschen)
✕ verursacht stärkere Schaumbildung bei Waschmitteln
Härtebereich hart:
✓ enthält mehr gesunde Härtebildner
✕ führt zu Verkalkungen bei Haushaltsgeräten
✕ erhöht den Verbrauch von Waschmitteln
✕ kann das Aussehen und den Geschmack von Lebensmitteln wie Tee oder Kaffee beeinflussen
Versorgung und Verteilnetz in Stuttgart
Das Stuttgarter Trinkwasser stammt nahezu vollständig aus zwei überregionalen Versorgungssystemen. Ein Teil wird aus dem Bodensee gewonnen, der andere Teil kommt als Landeswasser aus dem Donauried bei Ulm. Über Fernleitungen gelangt das aufbereitete Trinkwasser in die Stadt und wird dort über zahlreiche Speicher, Pumpwerke und getrennte Versorgungszonen verteilt.
Für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau der örtlichen Netze ist die Netze BW Wasser GmbH zuständig. Die anspruchsvolle Topografie der Stadt stellt besondere Anforderungen an die Verteilung des Trinkwassers. Zwischen den tiefsten und höchsten Punkten liegen erhebliche Höhenunterschiede. Pumpen, Hochbehälter und Druckregler sorgen deshalb dafür, dass das Wasser in den unterschiedlichen Stadtteilen mit einem geeigneten Druck ankommt.
Der Netzbetreiber wird häufig mit der Stuttgarter Versorgung in Verbindung gebracht. Die Stadtwerke Stuttgart sind dagegen nicht der zuständige Betreiber des Trinkwassernetzes. Für Fragen zur Wasserart, zum Wasserdruck oder zu den Versorgungsgebieten ist die örtliche Netzgesellschaft der passende Ansprechpartner.
Trinkwasser in Stuttgart untersuchen lassen
Mit einer Wasseranalyse können Sie wichtige Eigenschaften Ihres Leitungswassers überprüfen. Sie erhalten dabei gleichzeitig einen umfassenden Überblick über Ihre Wasserqualität. Der Vorteil: Sie erhalten gleichzeitig einen umfassenden Überblick über Ihre Wasserqualität.
Nach längeren Standzeiten bleibt das Wasser oft über mehrere Stunden unbewegt in den Leitungen. Hier kann es zu chemischen Reaktionen kommen, die das Wasser mit Schwermetallen belasten und zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen können.
Außerdem können Bakterien in die Leitungen gelangen, die bei Aufnahme durch den Menschen auch eine gesundheitliche Gefahrenquelle darstellen können.
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Was die mittlere Härte im Haushalt bedeutet
Bei mittlerem Härtegrad können bei der Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln üblicherweise die Angaben für den mittleren Bereich verwendet werden. Die konkrete Dosierung sollte sich dennoch nach der Herstellerangabe richten. Eine unnötig hohe Menge verbessert das Reinigungsergebnis meist nicht und belastet zusätzlich die Umwelt.
Beim Erhitzen können sich Calcium- und Magnesiumverbindungen als Kalk an Wasserkochern, Kaffeemaschinen, Armaturen oder Heizstäben ablagern. Regelmäßiges Entkalken schützt die Geräte und kann deren Funktionsfähigkeit erhalten. Eine zentrale Enthärtungsanlage ist bei den üblichen Stuttgarter Werten nicht automatisch erforderlich. Ob sie sinnvoll ist, hängt unter anderem vom persönlichen Komfortanspruch, vom Warmwassersystem und von den eingesetzten Geräten ab.
Der Härtegrad bedeutet jedoch keine gesundheitliche Belastung. Calcium und Magnesium sind natürliche Bestandteile des Trinkwassers. Der Härtegrad beschreibt daher vor allem Eigenschaften, die sich bei der Nutzung im Haushalt bemerkbar machen.
Härtegrad und Wasserqualität unterscheiden
Der Härtegrad allein sagt nicht aus, ob Leitungswasser hygienisch oder chemisch einwandfrei ist. Er beschreibt lediglich die Konzentration bestimmter Calcium- und Magnesiumverbindungen. Für die Beurteilung der Wasserqualität sind dagegen weitere Parameter relevant, beispielsweise mikrobiologische Belastungen sowie Metalle wie Blei und Kupfer.
Bis zur Übergabestelle des Gebäudes ist der Wasserversorger für die Qualität verantwortlich. Innerhalb der Hausinstallation kann sich das Wasser jedoch verändern. Bleibt es längere Zeit in Leitungen stehen, kann es Stoffe aus Rohrleitungen, Armaturen oder Verbindungsstücken aufnehmen. Besonders ältere Installationen oder ungeeignete Werkstoffe können die Konzentration einzelner Metalle beeinflussen.
Die Härteergebnisse einer Untersuchung sollten deshalb getrennt von chemischen und mikrobiologischen Analysewerten betrachtet werden. Bei auffälligem Geruch, Geschmack, Trübungen oder Verfärbungen ist eine weitergehende Untersuchung sinnvoll.