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Eisen im Leitungswasser – gesundheitliche Auswirkungen & Herkunft

Eisen ist für den Menschen ein lebensnotwendiges Spurenelement. Zu viel Eisen im Leitungswasser kann jedoch unter bestimmten Bedingungen Gesundheitsschäden verursachen. Weiterhin kann eisenhaltiges Wasser zu braunen Ablagerungen in Waschbecken oder Dusche führen und den Geschmack des Wassers negativ beeinflussen. Wo liegen die konkreten Gesundheitsrisiken von Eisen im Trinkwasser? Wie kann Eisen in das Wasser gelangen und was können Sie gegen eisenhaltiges Wasser tun?


Eisen im Leitungswasser – die wichtigsten Fakten

• Eisen ist für den Menschen ein wichtiges Spurenelement.

• Ein Eisenmangel ist häufiger als eine Überversorgung mit Eisen.

• Eine zu hohe Eisenaufnahme kann zu Organschäden führen.

• Stark eisenhaltiges Leitungswasser kann sich braun färben und Ablagerungen verursachen.

• Eisen gelangt meist aus natürlichen Quellen in das Trinkwasser.

Eisen im Leitungswasser erzeugt Färbungen, Trübungen und Geschmacksbeeinträchtigungen. Neben natürlichen Ursachen sind Eisenausfällungen (rotbraunes Wasser) auf Korrosion und Rostbildung in der Rohrinstallation zurückzuführen. Bei diesem Prozess können auch Eisenbakterien beteiligt sein, die sogar Rohrverstopfungen bewirken können. Zu hohe Eisenkonzentrationen im Trinkwasser können bei Säuglingen und Kindern zu Nerven- und Hirnschäden führen, die Parkinson ähnliche Symptome zeigen.


Was ist Eisen?

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol „Fe“. Das Metall wird unter anderem zur Herstellung von Stahl verwendet. Etwa 1/3 der Erdmasse besteht aus Eisen. Eisen wird überwiegend aus Eisenerz wie Magnetit, Hämatit oder Raseneisenstein gewonnen. Eisen kommt in der Natur selten in Reinform vor. Weitaus häufiger sind Eisenverbindungen wie Eisenoxid (Eisen und Sauerstoff).

 

Eisen als lebenswichtiges Spurenelement

Eisen ist für den Menschen in kleinen Mengen lebensnotwendig. Das Spurenelement ist für den Sauerstofftransport im Körper von entscheidender Bedeutung, da der maßgeblich für den Sauerstofftransport verantwortliche rote Blutfarbstoff Hämoglobin ohne Eisen nicht gebildet werden kann.

Weiterhin ist Eisen Bestandteil vieler lebensnotwendiger Enzyme, die unter anderem die Atmungskette steuern. Außerdem ist Eisen ein wichtiges Element des körpereigenen Abwehrmechanismus gegen aggressive Sauerstoffradikale. Eisen ist zudem für die Synthese vieler Hormone unerlässlich.

Die tägliche Eisenzufuhr sollte für Erwachsene ca. 10 mg für Männer und 15 mg für Frauen bis 50 Jahre betragen. Frauen ab 50 Jahre benötigen nur noch 10 mg täglich. Ein erhöhter Eisenbedarf besteht während der Schwangerschaft und während der Stillzeit.

Ein Eisenmangel kann sich unter anderem durch allgemeine Symptome bemerkbar machen, z.B.

•  Appetitlosigkeit

•  Kopfschmerzen

•  Antriebslosigkeit

•  Blässe

Ist der Mangel stärker ausgeprägt oder besteht dieser über längere Zeit, sind auch Symptome wie Haarausfall, eingerissene Mundwinkel und rissige Haut möglich [1].

Eisen als Schadstoff

Bei einer stark erhöhten Eisenaufnahme kann das Metall für den menschlichen Körper zum Schadstoff werden. Akute Symptome wie Blutgerinnungsstörungen, Fieber oder Durchfall treten allerdings in der Regel erst bei einer einmaligen Eisenaufnahme ab 20 mg pro kg Körpergewicht auf. Kinder reagieren meist empfindlicher auf eine zu hohe Eisenaufnahme als Erwachsene.

Weitere Symptome einer chronisch erhöhten Eisenaufnahme sind unter anderem Schädigungen von Leber und Bauchspeicheldrüse oder Diabetes. Der „Grenzwert“ für chronische Schäden durch Eisen liegt für Erwachsene wahrscheinlich bei einer längerfristigen Eisenaufnahme von über 65 mg pro Tag.

Welcher Grenzwert gilt für Eisen laut Trinkwasserverordnung?

In der deutschen Trinkwasserverordnung ist für Eisen ein Grenzwert von 0,2 mg/l festgelegt.

Bei Einhaltung dieses Grenzwertes ist die Eisenaufnahme über das Trinkwasser im Vergleich zur Aufnahme über Nahrungsmittel relativ gering. So enthalten zum Beispiel Rindfleisch 2,6 mg und Haferflocken 5,1 mg Eisen pro 100 g. Allerdings kann Eisen aus pflanzlichen Quellen vom Körper nicht so gut aufgenommen werden.


Wichtig zu wissen: Laut Weltgesundheitsorganisation gilt selbst Brunnenwasser mit einem Eisengehalt von bis zu 3 mg/l noch als unbedenklich [2]. Daher bestehen auch bei leicht erhöhten Eisenwerten in Ihrem Trinkwasser in der Regel keine unmittelbaren Gesundheitsrisiken.


Braune Ablagerungen und Geschmacksbeeinträchtigungen durch eisenhaltiges Wasser

Eisen ist im sauerstoffarmen Grundwasser überwiegend in Form von farblosen Eisen-(II)-Ionen gelöst. Kommt das Grundwasser zum Beispiel an Ihrem Wasserhahn oder beim Einlaufen in die Badewanne mit Sauerstoff in Kontakt, oxidieren die Eisen-Ionen zu Eisenoxid. Eisenoxid hat eine rostig-braune Farbe und kann Leitungswasser dementsprechend einfärben. Außerdem verursacht Eisenoxid hartnäckige Ablagerungen an zum Beispiel Armaturen. Starke Eisenablagerungen können auch Ventile, Wasserhähne oder andere Elemente der Hausinstallation schädigen sowie Rohrleitungen zusetzen. Zu hohe Eisenkonzentration im Trinkwasser beeinträchtigen außerdem den Geschmack des Wassers.

Wie kann Eisen in das Leitungswasser gelangen?

Eisen gelangt überwiegend durch natürliche Auswaschungs- oder Lösungsprozesse aus Gesteins- oder Erdschichten ins Grundwasser und so auch in Ihr Leitungswasser. Wasser mit einem hohen Eisengehalt tritt besonders in Gegenden mit Eisenerzvorkommen auf. Teilweise sind aber auch Eisenrohre eine mögliche Quelle von erhöhten Eisenkonzentrationen im Trinkwasser.

Eisengehalt Ihres Wassers mit Test bestimmen lassen

Mit unserem Wassertest lässt sich der Eisengehalt Ihres Trinkwassers kostengünstig und sicher bestimmen. Die Probenahme für den Test können Sie einfach selbst vornehmen.

Was tun gegen eisenhaltiges Wasser?

Enthält zum Beispiel das Wasser Ihres privaten Brunnens zu viel Eisen, können Sie das Wasser über eine Enteisenungsanlage leiten. Bereits oxidiertes Eisen lässt sich mit mechanisch arbeitenden Filtermedien wie Quarzsand entfernen.


Zum Weiterlesen:

[1] Ernährungs-Umschau, „Die Bedeutung von Eisen, Zink und Selen...“
[2] Weltgesundheitsorganisation, „Iron in drinking-water“

 

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