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06
Mai 2016
Pseudomonas aeruginosa im Trinkwasser

Pseudomonas aeruginosa im Leitungswasser

Was sind Pseudomonaden und wie gelangen diese ins Leitungswasser?

Pseudomonas aeruginosa sind Bakterien, die im Wasser vorkommen können und u.a. zu Infektionen der Haut führen können. Durch deren hohe Antibiotikaresistenz/Desinfektionsmittelresistenz und der Relevanz in Krankenhäusern sind die Bakterien auch als „Krankenhauskeim“ bekannt. In Hochrisikobereichen gehört die regelmäßige Wasseranalyse auf Pseudomonas aeruginosa bereits in den Pflichtkatalog dazu.
Die Ursachen für Pseudomonas aeruginosa im Trinkwasser sind vielfältig. Den Keim findet man zunächst auch in Oberflächengewässern. Treten also auffällige Werte von Pseudomonas auch im Leitungswasser auf, liegt der Verdacht nahe, dass ein Einfluss durch Oberflächenwasser besteht. Dies kann z.B. dann sein, wenn das Trinkwasser oberflächennah gewonnen wird oder die Wasserdurchlässigkeit der Bodenschichten über dem Grundwasserleiter sehr hoch ist. Problematisch kann der Keim auch in wärmeren Ländern sein. Dort ist er oftmals Ursache für Ohrenentzündungen (z.B. unzureichend gechlortes Poolwasser).
Jedoch kann Pseudomonas aeruginosa auch ganze Wassersysteme befallen. Dies kann durch Bauarbeiten an den Rohrleitungen, durch die Einspeisung oder durch die Installation technischer Geräte erfolgen. So sind in Deutschland Fälle bekannt, dass durch neu eingebaute Wasserzähler die Bakterien ins Trinkwasser gelangt sind.

Ist Pseudomonas aeruginosa im Trinkwasser ungesund?

Für gesunde Personen stellen die Bakterien in der Regel keine Gefahr dar. Bei Personen, die medizinischer Pflege oder Behandlung bedürfen, ist das gesundheitliche Risiko weitaus höher. Pseudomonas aeruginosa können hier im Wasser bei Kontakt mit Hautverletzungen zu Hautinfektionen führen. Daher sind vor allem Patienten nach einer OP betroffen, die sich durch belastetes Trinkwasser eine sogenannte Krankenhausinfektion zuziehen. Die Wasseranalyse auf Pseudomonas ist daher in Krankenhäusern oder auch Zahnarztpraxen längst Bestandteil von Hygieneplänen. Das Trinkwasser muss in jedem Fall frei von krankheitserregenden Keimen sein. Diese Anforderung wird nicht nur an das Leitungswasser in Kliniken gestellt, sondern auch an jedes Wohnhaus.

Wie kann ich mich vor Pseudomonaden im Leitungswasser schützen?

Bei Verdacht auf eine beeinträchtigte Wasserqualität ist der erste Schritt die genaue Wasseranalyse. Der Verdacht kann somit bestätigt oder widerlegt werden. Mehrere Wasseruntersuchungen in regelmäßigen Abständen liefern dann nicht nur Momentaufnahmen, sondern geben noch genauer den Status der Wasserqualität wieder. Sind Pseudomonas aeruginosa in den Analysen mehrfach gefunden wurden, sind weitergehende Maßnahmen notwendig. Je nach System können dies Spülungen, Desinfektionsverfahren (auch in Kombination) und Materialaustausch sein. Endverbraucher können sich meist bereits mit einer kleinen Maßnahme vor Schadstoffe schützen: Lassen Sie das Stagnationswasser ablaufen. D.h. drehen Sie Ihr Kaltwasser auf und warten Sie bis frisches, kaltes Wasser aus dem Hahn fließt. Sie haben nämlich dann das gesamte Stagnationswasser ausgespült (also das Wasser, welches über mehrere Stunden in den Leitungen steht und dadurch wahrscheinlicher belastet ist).

 

Weiterführende Quellen:

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